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DIE MAGISCHE ZEIT DER RAUHNÄCHTE

  • Autorenbild: Danijela
    Danijela
  • 12. Dez. 2025
  • 11 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 14. Dez. 2025

So, wie wir die Welt da draußen sehen und wahrnehmen, entscheiden wir selbst.

Mit unserem Denken, Fühlen und Handeln, formen wir nicht nur unsere Persönlichkeit, sondern auch unsere Realität.


Schon von klein auf lernen wir, dass wie Ziele erreichen müssen, dass wir uns anpassen sollen und wie wir zu sein haben.

Dieses lineare Denken kann uns jedoch von unserer wahren Natur entfernen, von dem was wir wirklich sind und von dem natürlichen Zyklus des Lebens. Denn alles geschieht in Wellen: Es kommt und geht.


Sich dem Lauf des Lebens hinzugeben bedeutet, aufzuhören, ständig dagegen anzukämpfen. Es bedeutet, Vertrauen zu entwickeln und sich führen zu lassen. Vor allem aber heißt es, den Dingen und dir selbst, Zeit und Raum zu schenken, damit sie sich entfalten können.

Um diesen Prozess wieder näherzukommen und dir bewusst die Zeit für dich zu nehmen, eignen sich die Rauhnächte am Ende des Jahres auf ganz besondere Weise.

Sie sind tief mit dem Jahreskreis verwoben und laden zur Innenschau ein.


Die Rauhnächte, traditionell die zwölf Nächte zwischen dem 25. Dezember und dem 5. Januar – gelten als eine mystische und auch zugleich magische Übergangszeit. In diesen Nächten lichten sich symbolisch die Schleier zur geistigen Welt und machen Sichtbar, was uns im Alltag oft verborgen bleibt.

Sie stehen gleichermaßen für Abschluss und Neuanfang und wirken wie ein feines Band zwischen dem endenden und dem erwachenden Jahr.

Es sind jene Nächte, in denen die Zeit „aus der Ordnung fällt“, das alte Jahr atmet aus, und das neue Jahr ist noch nicht vollständig geboren. In diesem Zwischenraum verbinden wir uns mit unseren Visionen und Wünschen für das kommende Jahr und dürfen unsere Seele klären und reinigen.


Diese Zeit zwischen Weihnachten und dem neuen Jahr ist für mich eine der kraftvollsten Phasen überhaupt.

Eine Zeit, um bewusst innezuhalten, alte Energien loszulassen und das vergangene Jahr liebevoll zu verabschieden, um mit Klarheit und Offenheit auf das Neue zu blicken.


Die Rauhnächte sind eine Zeit des Loslassens, der Innenschau, der Wandlung und der bewussten Gestaltung des Kommenden.

Jede der zwölf Nächte steht energetisch für einen Monat des kommenden Jahres. Was wir in diesen Nächten fühlen, wahrnehmen und entscheiden, kann den energetischen Verlauf des neuen Jahres prägen.

Sie laden dich ein, den Lärm der äußeren Welt leiser werden zu lassen, dich neu auszurichten und in die Tiefe deiner eigenen Seele zu lauschen. So können die Rauhnächte zu einem roten Faden für dein Jahr werden, zu einer inneren Landkarte, die dich immer wieder an deine Visionen und Ausrichtungen erinnert.



Meine Vorbereitung auf die Rauhnächte


Richte dir liebevoll einen Ritualplatz oder Altar ein.

Einen Ort, an dem du dich wohlfühlst und gerne verweilst. Du kannst ihn mit gerne mit Edelsteinen, Blumen, Schutzfedern oder anderen persönlichen Gegenständen schmücken.

Vor allem aber schaffe dir einen Raum, in den du dich bewusst zurückziehen kannst.


Die Energie dieser Zeit lädt uns ein, innezuhalten.

In der Stille wird unsere innere Stimme hörbarer, und unsere Intuition zeigt sich oft klarer und deutlicher als sonst.


Bereite dir Räucherwerk vor, zum Beispiel Beifuß, Weihrauch, Salbei, Myrrhe oder Palo Santo.

Ich selbst reinige mich und meinen Raum jeden Morgen vor meiner Meditation.

Du darfst dieses Ritual natürlich ganz so gestalten, wie es für dich stimmig ist und in deinen Alltag passt.


Reinige deinen Wohnraum vor Beginn der Rauhnächte, sowohl energetisch als auch ganz praktisch. Trenne dich bewusst von Dingen, die dir nicht mehr dienen oder nicht mehr in dein Leben passen. Altes darf abgeschlossen werden:

negative Gewohnheiten, emotionale Belastungen, nicht mehr stimmige Verbindungen oder überholte innere Muster.


Lege dir ein Journal an, in dem du deine Träume, Gedanken und Erkenntnisse festhältst.

Viele Menschen erleben während der Rauhnächte intensivere Träume, innere Eingebungen sowie äußere oder innere Zeichen. Diese Zeit gilt als Phase besonders feiner spiritueller Führung.


Ein weiteres Ritual ist das Wunschritual der Rauhnächte:

Schreibe vor dem 21. Dezember auf 13 Zettel jeweils einen Wunsch für das kommende Jahr. In jeder Rauhnacht ziehst du einen Zettel und verbrennst ihn, ohne ihn zu lesen. Nur den letzten Zettel darfst du am Ende öffnen, diesen Wunsch darfst und sollst du dir selbst erfüllen.


Frage dich dabei:

Was wünsche ich mir für das neue Jahr?

Welche Träume möchten geboren werden?


Die Rauhnächte sind eine kraftvolle Zeit der bewussten Manifestation.

Stelle dir dafür eine große Kerze bereit sowie eine feuerfeste Schale, in der du jeden Tag einen Wunsch achtsam verbrennen kannst.

Ich persönlich arbeite zusätzlich mit Orakelkarten. Jeden Morgen ziehe ich eine Karte, jede steht symbolisch für einen Monat im neuen Jahr und dient mir als liebevolle Orientierung.



Die 12 Rauhnächte, Bedeutung & Rituale für jeden Tag



DIE ERSTE RAUHNACHT: 25. DEZEMBER


Zugeordnet zum Monat Januar

Qualitäten/Themen: Wurzeln, Herkunft, Verbundenheit


Die erste Rauhnacht markiert den Eintritt in den neuen Zyklus. Sie ist mit dem Monat Januar verbunden und steht für das Ankommen im neuen Jahr.

In dieser Nacht richten wir unsere Aufmerksamkeit auf unsere Wurzeln. Auf das, was uns trägt, nährt und stabilisiert. Unsere Herkunft, unsere Familie, ob gewählt oder gegeben, und all das, was uns inneren Halt schenkt.


Aus starken Wurzeln erwächst die Kraft für Neubeginn und Wandel. Sie geben uns Standfestigkeit, wenn wir neue Wege einschlagen, und Vertrauen, wenn wir uns neu ausrichten.

Diese Rauhnacht lädt dich ein, dich bewusst mit deiner Basis zu verbinden, denn aus ihr entsteht alles, was du in deinem Leben erschaffen möchtest.


Impulsfragen:

• Was gibt mir Halt und stärkt meine inneren Wurzeln?

• Welche Samen möchte ich für das neue Jahr säen?

• Was möchte ich im kommenden Jahr verwirklichen?

• Wovon bin ich bereit, mich zu lösen?




DIE ZWEITE RAUHNACHT: 26. DEZEMBER


Zugeordnet zum Monat Februar

Qualitäten/Themen: Selbstfürsorge, Ausgleich


Diese Rauhnacht ist mit dem Monat Februar verbunden, der letzten Phase des Winters, kurz bevor das Licht des Frühlings langsam zurückkehrt.

Es ist eine Zeit des Wartens und des Vertrauens.

Die Samen für das neue Jahr sind bereits gelegt, doch nun brauchen sie Ruhe, Wärme und Geduld, um sich entfalten zu können.


Diese Rauhnacht lädt dich ein, achtsam mit deinen Kräften umzugehen.

Dir selbst Fürsorge zu schenken und wahrzunehmen, wo dein inneres Gleichgewicht gestärkt werden möchte.

Nicht alles muss sofort wachsen.

Manches darf im Verborgenen reifen.


Impulsfragen:

• Erlaube ich mir ausreichend Ruhe und Regeneration?

• Welche Gedanken hindern mich daran, innerlich still zu werden?

• In welchen Bereichen meines Lebens fühle ich mich fremdbestimmt?

• Wie ehre und lebe ich meine Einzigartigkeit?




DIE DRITTE RAUHNACHT: 27. DEZEMBER


Zugeordnet zum Monat März

Qualitäten/Themen: Aufbruch, Herzöffnung, Verbundenheit mit dir und den anderen


Diese Rauhnacht trägt die Energie des frühen Frühlings. Wie die Natur im März langsam aus ihrem Winterschlaf erwacht, beginnt auch in uns ein leiser Neubeginn.

Noch zart und behutsam öffnen sich Knospen und Blätter, so darf sich auch dein Herz öffnen. Ein Öffnen für das Leben, für neue Möglichkeiten und für echte Verbindung.


Diese Rauhnacht lädt dich ein, dich dem Fluss des Lebens anzuvertrauen. Nicht alles muss geplant oder kontrolliert werden. Manches darf einfach geschehen.

Verbundenheit entsteht dort, wo wir uns zeigen, ehrlich, weich und präsent.


Impulsfragen:

• Welche Wünsche trägt mein Herz?

• In welchen Momenten empfinde ich tiefe Freude und Erfüllung?

• Mit welchen Menschen fühle ich mich besonders verbunden?




DIE VIERTE RAUHNACHT: 28. DEZEMBER


Zugeordnet zum Monat April

Qualitäten/Themen: Wandlung, Loslösung


Diese Rauhnacht trägt die kraftvolle Energie des Aprils. Alles ist in Bewegung, die Veränderung liegt in der Luft. Wie das wechselhafte Wetter zeigt auch das Leben jetzt seine Dynamik und erinnert uns daran, dass nichts statisch bleibt. Alles ist im Wandel. Wie die Wellen im Ozean, sie kommen und gehen.


Diese Nacht lädt dich ein, ehrlich hinzuschauen:

Welche Gewohnheiten, Gedanken oder inneren Muster haben ihre Aufgabe erfüllt?

Was darf sich auflösen, um Raum für Neues zu schaffen?


Die vierte Rauhnacht gilt als Schlüsselnacht. Sie schenkt dir die Möglichkeit, bewusst loszulassen, alles, was im vergangenen Jahr nicht im Einklang mit dir war, darf jetzt gehen.

Wandlung geschieht nicht durch Festhalten, sondern durch Vertrauen und Liebe.


Impulsfragen:

• Welche alten Gewohnheiten bin ich bereit zu verändern?

• Wo verliere ich Energie, durch Menschen, Situationen oder Gedanken?

• Welche Erkenntnis kann aus schwierigen Erfahrungen entstehen?

• Was hält mich noch zurück?




DIE FÜNFTE RAUHNACHT: 29. DEZEMBER


Zugeordnet dem Monat Mai

Qualitäten/Themen: Selbstliebe, Freundschaft, Lebensfreude


Diese Rauhnacht trägt die üppige, lebendige Energie des Monats Mai.

Sie erinnert uns an die Fülle des Lebens, an Freude, Leichtigkeit und das Teilen von Glücksmomenten mit anderen.

Doch echte Verbundenheit beginnt immer bei uns selbst. Bevor wir Liebe nach außen schenken können, darf sie in uns ihren Ursprung finden. Eine liebevolle Beziehung zu dir selbst ist die Basis für tiefe Freundschaften und ehrliche Nähe.


Diese Rauhnacht lädt dich ein, dir selbst mit Sanftheit zu begegnen, dein Herz für dich zu öffnen und anzuerkennen, wie wertvoll du bist, genauso, wie du bist. Denn wer sich selbst annimmt, kann Liebe wahrhaftig fühlen und weitergeben.


Impulsfragen:

• In welchen Momenten bin ich besonders streng mit mir selbst?

• Begegne ich mir und anderen mit Aufmerksamkeit und Wohlwollen?

• Was hilft mir, mir selbst zu vergeben und mich liebevoll anzunehmen?

• Mit welchen Menschen fühle ich mich lebendig und ganz?




DIE SECHSTE RAUHNACHT: 30. DEZEMBER


Zugeordnet dem Monat Juni

Qualitäten/Themen: Klärung, Loslassen, bewusste Rückschau


Die sechste Rauhnacht markiert den Übergang in den ersten Sommermonat.

Wir befinden uns nun in der Mitte der Rauhnächte, und symbolisch auch im Zentrum des kommenden Jahres.

Die Tage werden länger, die Nächte kürzer. Zur Sommersonnenwende erreicht das Licht seinen Höhepunkt, und genau hier begegnen sich Licht und Schatten in uns gleichermaßen.


Diese Rauhnacht lädt dich ein, innezuhalten und ehrlich zurückzublicken. Es darf sich im Aussen zeigen, was lange im Inneren verborgen war.

Was darf bereinigt werden? Was möchte seinen Abschluss finden, um dein inneres Gleichgewicht zu stärken?


Es ist eine Zeit, um sowohl deine lichtvollen Seiten als auch deine Schatten anzunehmen, denn nur aus dieser Ganzheit entsteht echte Balance.


Impulsfragen:

• Was hält mich noch zurück und ist innerlich noch nicht abgeschlossen?

• Wie kann ich mich davon lösen und freier werden?

• Was darf vor dem Jahreswechsel gehen – und was möchte ich bewusst mitnehmen?

• Wonach sehnt sich meine Seele wirklich?




DIE SIEBTE RAUHNACHT: 31. DEZEMBER


Zugeordnet dem Monat Juli

Qualitäten/Themen: Ausrichtung auf das Neue, innere Einkehr


Diese Rauhnacht fällt auf den Übergang ins neue Jahr.

Heute liegt dieses bestimmte Gefühl in der Luft, das alte Jahr ist bald zu Ende und das Neue beginnt. Der Tag ist geprägt von Begegnung, Feiern und Gemeinschaft, so wie auch der Monat Juli für Lebensfreude, Feste und Verbundenheit steht. Und doch liegt unter all dem eine leise Einladung zur Innenschau.


Bevor ein neuer Zyklus beginnt, dürfen wir einen Moment still werden. Uns nach innen wenden und lauschen, was wirklich in uns lebendig ist. Was wir aus tiefstem Herzen einladen möchten und was wir nicht länger mitnehmen wollen.


Diese Rauhnacht verbindet äußere Freude mit innerer Klarheit. Sie erinnert uns daran, dass wahre Ausrichtung immer im Inneren beginnt. Juli ist ein Monat um das Leben zu feiern und durch das Leben tanzen. Dein Leben so gestalten wie es sich innerlich gut für dich anfühlt, alles ist möglich.


Impulsfragen:

• Welche Vision trägt mein Herz für das neue Jahr?

• Was möchte ich wirklich erreichen, jenseits von Erwartungen?

• Bin ich mir meiner wahren Bedürfnisse bewusst?

• Höre ich auf meine innere Stimme und vertraue ihr?




DIE ACHTE RAUHNACHT: 01. JANUAR


Zugeordnet dem Monat August

Qualitäten/Themen: Neubeginn, Fülle, Lebenskraft


Diese Rauhnacht fällt auf den Beginn des neuen Jahres.

Ein frischer Zyklus öffnet sich, getragen von Hoffnung, Zuversicht und neuer Energie. Menschen begegnen sich mit guten Wünschen, teilen Glückssymbole und richten ihren Blick nach vorne. Die achte Rauhnacht ist verbunden mit der kraftvollen Fülle des Monats August, der Zeit des Sommers, der Reife und der vollen Lebendigkeit.


Sie lädt dich ein, dich bewusst mit deiner inneren Kraft zu verbinden. Mit dem Vertrauen in das Leben. Mit der Freude daran, dass alles möglich ist. Diese Nacht erinnert dich daran, dass Neubeginn nicht im Tun entsteht, sondern im inneren Ja zu dir selbst und deinem Weg.


Impulsfragen:

• Mit welcher inneren Haltung möchte ich diesem neuen Jahr begegnen?

• Wem möchte ich aus ganzem Herzen Glück und Segen senden?

• Vertraue ich mir selbst auf meinem neuen Weg?




DIE NEUNTE RAUHNACHT: 02. JANUAR


Zugeordnet zum Monat September

Qualitätet/Themen: Aufbruch, Vertrauen in den Prozess, innere Klarheit


Mit dem heutigen Tag kehren viele Menschen wieder in ihren gewohnten Alltag zurück.

Dadurch wandelt sich auch die Energie der Rauhnächte. Während zuvor die Innenschau im Vordergrund stand, beginnt nun die äußere Welt wieder präsenter zu werden, mit ihren Aufgaben, Strukturen und Anforderungen.


Wir treten aus der Stille heraus und wenden uns langsam der Aktivität zu. Die ersten Schritte auf dem Weg des neuen Jahres werden sichtbar, behutsam, ohne Druck und ohne Eile. Es geht darum, geerdet zu bleiben, die eigene Mitte zu stärken und dem natürlichen Tempo der Dinge zu vertrauen.


Diese Rauhnacht ist mit dem Monat September verbunden, einer Zeit des Übergangs zwischen Sommer und Herbst. Sie trägt die Qualität des bewussten Genießens in sich und lädt zugleich dazu ein, sich innerlich auf die kommende Ernte vorzubereiten.


Impulsfragen:

• Wofür empfinde ich in meinem Leben Dankbarkeit?

• Höre ich auf die leise Stimme meiner Intuition?

• Bin ich innerlich zentriert und in Balance?




DIE ZEHNTE RAUHNACHT: 03. JANUAR


Zugeordnet zum Monat Oktober

Qualitäten/Themen: Reife, Weisheit, Vergänglichkeit


Diese Rauhnacht trägt die Energie des Gereift-Seins.

Wie die Natur im Oktober zeigt sie sich in warmen, goldenen Tönen, schenkt Fülle und Schönheit, bevor sie sich langsam zurückzieht und dem Winter Raum macht.

Alles befindet sich in einem natürlichen Übergang. Auch die Rauhnächte nähern sich nun ihrem Ende.


Es ist eine Zeit des bewussten Innehaltens, ein Moment, um auf das Gewachsene zu blicken und die eigene innere Entwicklung zu würdigen.

Heute darfst du reflektieren, was in dir gereift ist.

Welches Wissen du gesammelt hast.

Und wo du vielleicht bereit bist, Altes loszulassen, um Platz für Neues zu schaffen.


Diese Rauhnacht lädt dich ein, deine Vision noch einmal liebevoll zu betrachten, mit Klarheit, Weisheit und einem tiefen Verständnis für die Zyklen des Lebens.


Impulsfragen:

• Wie möchte ich meine Zeit künftig bewusst gestalten?

• Welche inneren Ressourcen fühlen sich erschöpft an und brauchen neue Nahrung?

• Was möchte jetzt durch mich entstehen?

• Erlebe ich Ausgleich und Harmonie in meinem Leben?




DIE ELFTE RAUHNACHT: 4. JANUAR


Zugeordnet zum Monat November

Qualitäten/Themen: Sinn, Wahrhaftigkeit, Abschied, Ahnen


Diese Rauhnacht verbindet uns mit der stillen, tiefgründigen Energie des Novembers.

Es ist eine Zeit des Abschiednehmens, des bewussten Loslassens und der Erinnerung an die Zyklen von Leben und Tod.

Was sich zunächst wie ein endgültiges Ende anfühlt, trägt zugleich den Samen eines Neubeginns in sich. Denn im natürlichen Kreislauf des Lebens geht nichts verloren, alles wandelt sich.


Der November erinnert uns auch an die Kraft klarer Grenzen.

Manchmal ist es notwendig, ein bewusstes Nein auszusprechen, zu Situationen, Gedanken oder Bindungen, die uns nicht länger nähren.

Dieses Nein ist kein Verlust, sondern ein Akt der Selbstachtung.

Es ist ein tiefes Ja zu dir selbst und zu deinen wahren Bedürfnissen.


In dieser Rauhnacht dürfen wir uns zudem mit unseren Ahnen verbinden,

mit der Weisheit jener, die vor uns gegangen sind, und mit dem inneren Wissen, das sie in uns hinterlassen haben.


Impulsfragen:

• Was darf nun endgültig zu Ende gehen?

• Wovon bin ich bereit, bewusst Abschied zu nehmen?

• Was möchte durch mich in diese Welt geboren werden?




DIE ZWÖLFTE RAUHNACHT: 05. JANUAR


Zugeordnet zum Monat Dezember

Qualitäten/Themen: Vollendung, Neubeginn, Entfaltung


Die zwölfte Rauhnacht ist mit dem tiefsten Punkt des Jahres verbunden,

mit der Dunkelheit und der Stille des Dezembers. Und doch ist sie zugleich getragen vom Licht, das zur Wintersonnenwende neu geboren wurde.

Ein Zyklus schließt sich, ein neues Kapitel beginnt.


Diese letzte Rauhnacht wird auch als Nacht der Wunder bezeichnet.

Es sind die letzten magischen Stunden, bevor sich die Tore zur Anderswelt wieder schließen.

Ein Raum zwischen den Welten, offen für Erkenntnis, Wandlung und innere Klarheit.


Vielleicht spürst du nun eine gewisse Müdigkeit.

Die Erfahrungen, Bilder und Einsichten der vergangenen Nächte wirken nach und möchten integriert werden.

Jetzt ist die Zeit, still zurückzublicken, zu würdigen und sanft loszulassen.


Alles, was du erfahren hast, darf sich setzen.

Alles, was noch reifen muss, darf Zeit bekommen.

Du musst nichts erzwingen.


Impulsfragen:

• Was hat sich in den letzten zwölf Nächten als nicht stimmig gezeigt?

• Welche Themen belasten mich noch?

• Lebe ich aus meiner inneren Wahrheit heraus?

• Was darf sich weiter entfalten und braucht noch Geduld?




Ein stiller Abschluss


Möge diese besondere Zeit dich daran erinnern, dass du Teil eines großen Gewebe des Lebens bist, getragen von Zyklen, Wandel und stetigem Neubeginn.

Die Rauhnächte laden dich ein, langsamer zu werden, zu lauschen, zu fühlen und dem leisen Flüstern deiner Seele zu vertrauen.

Alles, was sich dir zeigt, darf gesehen werden. Alles, was gehen möchte, darf in Frieden gehen. Trage die Weisheit dieser Nächte mit in dein Jahr. Lass sie zu einem inneren Kompass werden, der dich immer wieder zurück zu dir selbst führt.

Was du in dieser Zeit gesät hast, darf in seinem eigenen Tempo wachsen. Mit Vertrauen. Mit Hingabe. Mit Liebe.

Möge das kommende Jahr dich sanft führen und dir genau das schenken, was deinem Herzen dient.




VON DANIJELA GOLD

 
 
 

1 Kommentar


Alexandra.Binder
24. Dez. 2025

Lasst uns die Rauhnächte beginnen...das himmlische Tor ist geöffnet und bereit für eure Wünsche. 💫🫶

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